Hannover (Land)
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Statistik 2016

13.01.2017

Die Außenstelle Hannover (Land) hat im Jahr 2016 in 123 Fällen Opfer von Straftaten und deren Angehörige intensiv und persönlich betreut. Darüberhinaus wurde vielmals in einer Art Lotsenfunktion auf andere Hilfmöglichkeiten hingewiesen. Niemand, der sich an die Außenstelle gewandt hat, blieb ohne Antwort.

Den 123 Fällen, bei denen eine intensive Betreuung stattfand, lagen folgende Delikte zugrunde:
 

Eigentumsdelikte (u.a. Raub, Wohnungseinbruch, Betrug) 35
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (u.a. Vergewaltigung, sexueller Missbrauch) 30
Häusliche Gewalt (u.a. Bedrohung, Beleidigung) 22
Roheitsdelikte (u.a. gefährliche und schwere Körperverletzungen) 19
Nachstellungen (u.a. Cyber-Mobbing, Telefonterror) 7
Tötungsdelikte (u.a. Mord, Totschlag) 5
Sonstige (u.a. Hausfriedensbruch, Recht am eigenen Bild) 5

In 89 Fällen (72 %) waren die Opfer weiblich, in 34 Fällen (28 %) männlich.  Auffällig ist, dass Opfer von Sexualdelikten und Betrugsdelikten, hier vor allem Senioren, oft nicht die Polizei verständigen und keine Anzeige erstatten möchten.

In allen Fällen haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Außenstelle intensiv mit den Opfern von Straftaten und deren Angehörigen beraten und zumeist mehrfach besucht. In 35 Fällen wurde auch finanzielle Hilfe geleistet:

  • 23 mal Ausgabe eines Beratungsschecks für eine anwaltliche Erstberatung
  • 8 mal Auszahlung einer Soforthilfe
  • 4 mal Auszahlung einer Opferhilfe
  • 1 mal Finanzierung einer Erholungsmaßnahme

Insgesamt wurden dafür 14.360,00 EUR aufgewandt.

Von großem Wert ist – das drückt sich in dieser Statistik nicht aus –, dass Menschen, die seelisch verletzt sind, schnell und kostenlos in eine traumatherapeutische Erstberatung vermittelt werden können.